Erste Runde vom Autorenwahnsinn – Sommerloch-Edition 2017

Vor einiger Zeit haben die Möwen von www.schreibwahnsinn.de über ihren Blog zu einer neuen Autorenwahnsinn-Challenge ausgerufen. Und natürlich wusste ich sofort, dass auch ich meinen Beitrag leisten und fleißig mitzwitschern werde. Sind wir ehrlich, solche Challenges machen Spaß und sind zudem interessant! Wie könnte man widerstehen?

Aber eines nach dem anderen. Vielleicht hast du von dieser Aktion gar nichts mitbekommen und weißt nicht, worum es dabei geht. Unter den oben gesetzten Links kannst du den Originalbeitrag nachlesen. Hier ganz kurz erklärt:

Quelle: www.schreibwahnsinn.de

Unter dem Tag #Autorenwahnsinn nehmen sich Autoren aller Art (Belletristik, Sachbuch, Fanfiction, Blogger usw.) Fragen und Aufgaben an, die ihnen über einen gesamten Monat täglich gestellt werden. Dabei geht es um eigentlich alles, was mit Schreiben, Lesen und Autorenleben zu tun hat. Eine interessante und spaßige Sache, an der man sich jederzeit über Social Media oder Blog beteiligen kann. Ich sehe Beiträge auf Twitter, Facebook, sogar Instagram und was-weiß-ich!
Auch du kannst dich beteiligen! Selbst wenn der Monat längst gestartet ist, es ist nie zu spät. Und glaub mir, es macht nicht nur Spaß, es ist auch unterhaltend, was andere so beitragen. Das zumindest ist meine Erfahrung und ehrliche Meinung bisher.

Heute möchte ich mich mit den bisherigen Fragen und Aufgaben aus der Autorenwahnsinn-Challenge befassen. Auf Twitter beteilige ich mich täglich, also wenn du magst, schau dort gern vorbei.
Hier nun meine geteilten Antworten, etwas ausführlicher, bis zum gestrigen Tage:

Tag 1: Woran schreibst du diesen Sommer?

In diesem Sommer arbeite ich hauptsächlich an meinem ersten Romanprojekt. Wie ich hier bereits schrieb, ist mir die Wahl nicht leicht gefallen, welches es werden soll. Letztlich habe ich mich für „Evelin“ (Arbeitstitel) entschieden, einem Wolfsroman.

Allerdings weiß ich noch immer nicht, ob es mein Debütroman werden wird. Animal Fantasy ist eigentlich nicht das Genre, in dem ich es mir allzu gemütlich machen will, haha.

Tag 2: Dein Schreibziel für den August

Als Schreibziel habe ich mir fünf Kapitel zum Roman vorgenommen. Bewusst habe ich mir keine Wort- oder Seitenzahl gesetzt, denn Kapitel variieren gern in ihrer Länge. Jeder Autor und Leser weiß das. Daher eine ganz allgemeine Zielsetzung, die laut meiner Erfahrung zu erfüllen ist. Ich muss mich nur ein wenig reinknien.
(Stand bisher: Ehrlich gestanden, bin ich noch nicht weit gekommen. Der Anfang gefiel mir nicht, deswegen schreibe ich ihn aktuell zum dritten Mal um. Aber das soll bei mir nichts heißen, noch ist alles drin. Tschacka!)

Tag 3: Wo verbringst du den Sommer?

Während Familie und Nachbarn allesamt die Sachen gepackt und in die weite Ferne ausgeflogen sind, verbleibe ich auf Homa Terassien. Ein schönes Fleckchen Heim, kostenlos mit bester Versorgung und als tägliches Spa gibt es samtene Pfötchen. Ruhe und Wohlbefinden jeden Tag, was will ich mehr?
Leider erscheint mir „Sommer“ für das, was die letzten Tage und Wochen vor der Fensterscheibe abgeht, nicht besonders zutreffend. Regen und noch mehr Regen, dass die Wiesen übersättigt sind. Hoffen wir, dass es dadurch länger grünt. Auf Herbst habe ich so keine Lust.

Tag 4: Ein sommerliches Zitat

Anfangs dachte ich, hier sei ein gewöhnliches Sommerzitat gewünscht, wie man sie auf verschiedenen Sammelseiten zuhauf findet. Aber nein. Eine liebe Autorenkollegin wies mich freundlich darauf hin, dass hier ein Zitat aus dem eigenen Manuskript verlangt wird.
Uff! Dabei habe ich noch gar kein fertiges Manuskript. Nicht einmal ansatzweise etwas ausreichend Fortgeschrittenes. … Aber zum Glück gab es da mal eine Kurzgeschichte, die als kleine Sidestory zu meinem geplanten Großprojekt entstanden ist. Ich dächte, da war was … und zum Glück wurde ich tatsächlich fündig!

»Schritt um Schritt nahm das wohle Gefühl in ihr zu, als seien es die Strahlen der Sonne, die nach ihr aushielten, um sie in eine wärmende Umarmung zu ziehen. Ganz wie zu Hause. Oh, wie sehr vermisste sie den Sonnenflutwald: seine Wärme, all die vertrauten Gerüche …«

Tag 5: Urlaub mit deinen Protagonisten

Tricky. In meinem Kopf kreisen verschiedene Geschichten mit sehr vielen Protagonisten, welche davon sollte ich nehmen?
Ich entschied mich, jene aus dem Projekt zu nehmen, an dem ich gerade arbeite. Und das sind: Wölfe. Und wo würde ich mit einem Rudel großer Wölfe Urlaub machen? Am Strand! Dann können die Wuffelz über den Sand jagen, ins kühle Nass springen und sich einmal nach Herzenslust austoben. Und ich mittendrin oder einfach nur im Schatten liegend. Ja, so muss das sein!
(Ich habe ehrlich gestanden in noch keiner Dokumentation über Wölfe gesehen, dass sie im Wasser tollen. Aber ich weiß, dass ihnen Wasser nichts ausmacht. Also ist mein Kopfkino legitim, hehe.)

Tag 6: Die Sommerlektüre eines Kollegen

Hier wollte ich zuerst ein Buch empfehlen, das ein Autorenkollege derzeit liest.. Aber wieder einmal falsch verstanden. Es war gewünscht, dass man ein „Sommerbuch“ eines Kollegen vorstellen sollte. Da musste ich ganz ehrlich passen, denn ich verfüge über keine Bücher deutscher Kollegen, die ein speziell sommerliches Thema haben oder für den Sommer besonders gut geeignet wären. Sorry.

Tag 7: Wo schreibst du bei gutem Wetter?

Bei gutem Wetter schreibe ich bevorzugt auf der schattigen Terrasse. Sollte es dafür zu warm sein, verziehe ich mich ins Arbeitszimmer, wo es im Sommer immer angenehm kühl ist. (Fotos reiche ich an dieser Stelle nach, sobald wir wieder ein wenig Sonne am Tag haben.)
Am meisten schreibe ich jedoch im Arbeitszimmer am PC. Dort habe ich immer meine Ruhe, kann frei auf all meine Musik zugreifen und nur hier steht mir das Schreibprogramm Papyrus zur Verfügung. (Sonst nutze ich immer Microsoft Office Word.)

Tag 8: Dein Sommer-Soundtrack

Einen direkten „Sommer-Soundtrack“ habe ich nicht. Ich höre meine Musik, wie ich sie gerade brauche und möchte, unabhängig von der Jahreszeit.
Im Moment allerdings höre ich, neben viel Epic Music Mixes, vorrangig meine „Uta no Prince-sama Legend Star„-Playlist, bestehend aus über 50 Tracks. (Oops, habe ich mich damit als Fan von Anime/Manga und speziell Otome geoutet? Tadah!)

Tag 9: Deine Lieblingsbuchhandlung

Eine passende Frage zum Tag der Buchliebhaber. Meine Lieblingsbuchhandlung ist ohne Frage Thalia, weil sie mit die größte Auswahl bietet – sowohl an Romanen als auch Manga. Etwa 90% meiner Bücher kaufe ich dort. Ich stöbere gern in den Läden, gleichermaßen online wie offline. Nur was ich dort nicht finde, beziehe ich über andere Quellen, aber das kommt nicht so häufig vor.

Tag 10: #tbt – Dein Projekt im Sommer 2016

Sommer 2016 … das ist eine Zeit, an die ich mich nur ungern erinnere. Eine sehr düstere und schmerzhafte Zeit. (Ab hier Trigger: Depression.)
Im Frühling des Jahres holte die Depression eine gute Freundin von mir ein. Es ging so weit, dass sie stationär in die Klinik ging. Ich erlebte, wie die Depression Überhand nahm, ihr so viele Dinge raubte und vieles zerstörte, was ihr lieb und wichtig war. In dieser Zeit von Frühling bis Sommer ist so viel Schlag auf Schlag passiert, das ich nicht nur live miterlebt habe, sondern auch betroffen war. Unter anderem verlor sich unsere siebenköpfige Schreibgruppe und eine lang geplante Schreibaktion zerbarst, auf die sich alle gefreut hatten. Wir alle hatten mit so vielen Emotionen zu kämpfen, ich habe so sehr mit dieser Freundin gelitten, dass für das Schreiben kein Platz war. Mein Kopf war voll mit anderen Dingen, meine Emotionen zur vollkommenen Erschöpfung ausgelastet. Ich war blockiert.
Daher gab es im Sommer 2016 kein Projekt, an dem ich geschrieben habe. Nur Trümmer, die nie wieder errichtet werden konnten. Aber falls es ein Trost ist: keines meiner Romanprojekte war betroffen. „Nur“ Fanfiction, die seitdem unfertig auf meiner Festplatte liegen. Ich werde sie wohl nicht beenden, emotionsbedingt.

 

Das waren meine ersten zehn Tage vom Autorenwahnsinn. Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, fühl dich frei, mir auf Twitter zu folgen. Ansonsten geht es nächsten Freitag weiter auf dem Blog mit der zweiten Challenge-Runde.

Ich bedanke mich, dass du dabei warst, und falls du die Challenge selbst ausprobieren magst, wünsche ich dir ganz viel Spaß dabei!
Bis demnächst.

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